Pokémon-Karten: Zentrierung prüfen und PSA 10 verstehen
Centering Lab · Veröffentlicht und aktualisiert:
Die Zentrierung einer Pokémon-Karte ergibt sich aus gegenüberliegenden Druckrändern: links gegen rechts und oben gegen unten, jeweils auf beiden Seiten. Für PSA 10 gilt im aktuellen Modell ungefähr 55/45 vorne und 75/25 hinten. Besteht die Karte diese Prüfung, bleibt die entsprechende Höchstnote möglich. Eine Zusage für die Endnote ist das nicht. Miss die tatsächliche Schnittkante und einen zusammenhängenden Druckrahmen, nicht die Hülle oder das Pokémon im Motiv.
Welche Ränder einer Pokémon-Karte eignen sich zum Messen?
Bei einer klassischen Vorderseite mit gelbem Rand misst du von der Schnittkante bis zum äußeren Übergang in den gedruckten Inhalt. Vergleiche links und rechts auf gleicher Höhe und halte Abstand zu den gerundeten Ecken. Oben und unten brauchen ebenfalls entsprechende Messpositionen. Die gelbe Farbe hilft beim Erkennen, definiert den Übergang aber nicht allein. Entscheidend ist die Grenze des Druckrahmens.
Bei silbernen Rändern bleibt die Rechnung gleich. Die Designankündigung für Karmesin und Purpur beschreibt den Wechsel zu silbernen Rändern. Eine Spiegelung kann einen Rand breiter erscheinen lassen. Nutze diffuses Licht und folge dem Druck, statt die hellste Stelle als Grenze zu nehmen.
Full Art heißt nicht automatisch randlos. Manche Karten besitzen trotz großflächigem Motiv einen messbaren Rahmen. Reicht das Bild ohne durchgehende Grenze bis zur Schnittkante, darfst du keinen Rahmen um Gesicht, Namensfeld oder Energiesymbol erfinden. Halte fest, dass diese Seite mit der Randmethode nicht verlässlich messbar ist. Die Rückseite kann weiterhin eigenständig gemessen werden.
Wie misst du die blaue Rückseite richtig?
Bei der internationalen Rückseite zählt der durchgehende Übergang vom äußeren blauen Rand zum inneren Druckbild. Logo, Pokéball und Wirbelmotiv sind keine gleichwertigen Referenzen. Diese Elemente müssen nicht einzeln mittig liegen. Wer links den Außenrahmen und rechts ein inneres Motiv misst, vergleicht zwei verschiedene Grenzen.
Fotografiere die Rückseite separat, wähle die richtige Seite im Werkzeug und bestätige die Linien. Japanische Rückseiten haben ein anderes Design. Übertrage die internationale blaue Grenze deshalb nicht ungeprüft. Suche den tatsächlichen Rahmen dieser Ausgabe. Ein durch Glanz verdeckter Rand liefert keine ausreichenden Daten; er beweist nicht, dass der Rand fehlt.
Was braucht PSA 10 im Vergleich zu anderen Gradern?
Vorder- und Rückseite haben unterschiedliche Toleranzen. Jede Achse wird einzeln geprüft. Eine gut zentrierte horizontale Achse gleicht eine schlechte vertikale nicht aus. Die Tabelle stammt aus denselben Daten wie der Rechner. Sie zeigt auch die zusätzliche BGS-Vorderseitenregel und den Status der jeweiligen Grenze.
| Grader und Note | Vorderseite: schlechtere Achse | Vorderseite: zweite Achse | Rückseite | Status (vorne / hinten) |
|---|---|---|---|---|
| PSA 10 GEM MT | 55/45 | 55/45 | 75/25 | official / official |
| BGS 9.5 Gem Mint | 55/45 | 52/48 | 60/40 | interpreted / interpreted |
| CGC 10 Gem Mint | 55/45 | 55/45 | 75/25 | official / interpreted |
| SGC 10 Gem Mint | 55/45 | 55/45 | — | approximate / — |
Die Grenzen gelten für jede Achse einzeln. Bei BGS vorne muss die schlechtere Achse die großzügigere, die andere die strengere Grenze erfüllen. — bedeutet keine gesonderte numerische Rückseitenregel im Modell. Eine Höchstnote ist keine Gesamtnote.
Trotz passender PSA-10-Zentrierung können abgenutzte Ecken, weiße Kanten oder Oberflächenfehler eine niedrigere Note bewirken. Eine niedrigere Zentrierungshöchstnote bedeutet umgekehrt nicht, dass die Karte im Binder uninteressant ist. Der Gradervergleich erläutert die Bezeichnungen; die vollständigen Standards enthalten alle Modellstufen und Quellen.
Wie sieht eine nachvollziehbare Beispielrechnung aus?
Angenommen, links liegen 3,30 mm und rechts 2,70 mm Rand. Zusammen sind das 6,00 mm. Der größere Anteil beträgt 3,30 ÷ 6,00 × 100 = 55 %. Das horizontale Verhältnis ist also 55/45. Bei jeweils 3,00 mm oben und unten lautet das vertikale Verhältnis 50/50. Die PSA-Vorderseitenhöchstnote ist 10 GEM MT, noch ohne Rückseite und Zustandsprüfung.
Ändere die horizontalen Ränder auf 3,60 und 2,40 mm. Der größere Anteil ist nun 60 %, also 60/40. Die PSA-Höchstnote vorne wird 9 MINT. Eine perfekt zentrierte Rückseite hebt diese Grenze nicht auf. Die Randbreiten sind Rechenbeispiele und keine Vorgaben für die Pokémon-Produktion.
Behalte nahe einer Grenze auch den ungerundeten Messwert. Verändert eine Verschiebung um einen oder zwei Pixel die Stufe, nimm ein weiteres Foto auf. Die Linie so lange zu bewegen, bis die gewünschte Note erscheint, verbessert die Daten nicht. Die Verhältnisanleitung erklärt, warum die Randsumme und nicht die Kartenbreite im Nenner steht.
Sind japanische Pokémon-Karten grundsätzlich besser geschnitten?
Die Sprache bietet im Modell keine Sondertoleranz. Gleiche messbare Verhältnisse werden nach gleichen Gradergrenzen bewertet; das konkrete Design bestimmt die Messreferenz. Die Hüllenbezeichnung „Japanese size“ bedeutet auch nicht, dass jede japanischsprachige Pokémon-Karte das kleine Format benötigt.
Pokémons Erklärung zum Herstellungsland nennt verschiedene Produktionswege. Daraus folgt keine belegte Wahrscheinlichkeit guter Zentrierung und kein Beweis, dass jede japanische Karte besser geschnitten ist. Prüfe genau deine Karte und Ausgabe. Erfahrungen mit einer Sprache ersetzen keine Messung des Exemplars, das du einsenden möchtest.
Welche Fehler machen eine Zentrierungsprüfung unbrauchbar?
Eine schräge Aufnahme vergrößert den näheren Rand. Korrigiere die Perspektive vor dem Vergleich; eine bloße Bilddrehung reicht nicht. Plastik erzeugt zusätzliche Kanten und Reflexe. Stark beschnittene Verkäuferbilder können Teile der Schnittkante verbergen. Bitte bei unvollständigen Daten um eine gerade Aufnahme der gesamten Karte.
Schiefer Druck kann den linken Rand nach unten verengen und den rechten verbreitern. Prüfe mehrere Stellen und behalte die Warnung. Eine sichtbare Keilform darf nicht durch Mittelwerte verschwinden. Miss auch nicht nur an der günstigsten Stelle. Die Messanleitung beschreibt den Ablauf; die Anleitung zu beiden Seiten erklärt das gemeinsame Ergebnis.
Häufige Fragen
Brauchen silberne Pokémon-Ränder eine andere Formel?
Nein. Die Rechnung für gegenüberliegende Ränder bleibt gleich. Wenn Glanz den Druckübergang verdeckt, ändere die Beleuchtung oder fotografiere erneut, bevor du eine Linie entlang der Spiegelung bestätigst.
Soll ich das Pokémon-Logo auf der Rückseite zentrieren?
Nein. Das Logo ist ein inneres Gestaltungselement. Verwende den durchgehenden Druckrahmen im Verhältnis zur Schnittkante. Ein mittiges Logo kann für den äußeren Rand ein irreführendes Ergebnis erzeugen.
Lässt sich Full Art an der Position des Pokémon messen?
Die Motivkomposition ist keine Zentrierungsreferenz. Nutze einen vorhandenen gleichmäßigen Rahmen. Fehlt eine vertretbare Grenze, dokumentiere die Einschränkung und miss die Rückseite getrennt.
Braucht eine japanischsprachige Pokémon-Karte das kleine Format?
Nicht wegen ihrer Sprache. Entscheidend sind die tatsächlichen Abmessungen. Japanischsprachige Pokémon-Karten und normale kleine Yu-Gi-Oh!-Karten sind unterschiedliche Formatfälle.
Welche Quellen und Grenzen nutzt diese Anleitung?
Die Tabellen entstehen aus derselben Datenquelle wie das Werkzeug. Grenzen geprüft am: 2026-10-01. Zentrierungsstandards · So funktioniert’s.
- PSA: official · retrieved
- BGS: interpreted · unavailable
- CGC: interpreted · retrieved
- SGC: approximate · brief-only · weitere Referenz
official = veröffentlichte Zahlenregel; interpreted = Modellauslegung; approximate = Näherungswert. retrieved = Quelle abgerufen; unavailable = nicht zugänglich; brief-only = vorgegebene Referenz ohne direkten Abruf. Die Standards zeigen den Status jeder Stufe; der Graderstatus ersetzt ihn nicht.